Die Wiener Linien GmbH & Co KG, in letzter Zeit nicht immer für Sicherheit, dafür aber für Datenschutzskandale, Diskriminierung und Unfälle bekannt, erneuern nach langem Tauziehen und einer Anzeige des Verkehrs-Arbeitsinspektorates, da die Wiener Linien Prüfberichte nicht vorgelegt hatten, die Sicherheitssysteme der Türen der Straßenbahntypen „E1“ und „E2“ und die der dazugehörigen Beiwagen „c4“ und „c5“.
Monatelang haben die Wiener Linien abgestritten, dass die bestehenden Sicherheitseinrichtungen nicht sicher genug wären. Hieß es zunächst noch, dass die Fahrgäste an den Unfällen selber Schuld seien, wird nun eine halbe Million Euro in die Sicherheit dieser Türen investiert. Bis Ende 2009 sollen so rund 130 Triebwagen und 110 Beiwagen umgerüstet und somit sicherer werden.
Eine Straßenbahn wurde bereits umgebaut und ist im Probebetrieb im Bereich des Betriebsbahnhofes Rudolfsheim unterwegs. Von dieser Remise aus werden die Straßenbahnlinien 5, 10, 18, 49, 52 und 58 bedient. Rückspiegel zur Steigerung der Sicherheit sind jedoch weiterhin nicht vorgesehen.
Im vergangenen Jahr gab es mehrere Unfälle, bei welchen Fahrgäste in den Türen eingeklemmt und mitgeschleift wurden. Ein Passagier kam dadurch am 20. Dezember 2007 zu Tode.
In der aktuellen Ausgabe des Wochenmagazines „profil“ werden die Wiener Linien und ihre Cross-Border-Leasing-Geschäfte thematisiert und erwogen, ob zwischen den Bedingungen dieser Geschäfte und dem langsamen Austausch der alten Garnituren auf moderne ULFs ein Zusammenhang besteht.
Auch Positives ist zu berichten: Eine weitere Diskriminierung wurde durch den Verkehrsverbund Ost-Region abgestellt. Wie GGG.at berichtete, wurden die Beförderungsbedingungen dahingehend geändert, dass nunmehr auch HIV-Infizierte die öffentlichen Verkehrsmitteln benützen dürfen. Diese waren bisher aufgrund des Verbotes der Beförderung von Personen mit anzeigepflichtigen übertragbaren Krankheiten in den Beförderungsbedingungen von einem Transport ausgeschlossen.